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Wie wähle ich das richtige Seil für die Baumpflege?
Viele Anfänger in der Baumpflege stellen sich die Frage: Welches ist das richtige Seil für mich? Die Auswahl an Seilen am Markt ist enorm und jedes hat spezielle Eigenschaften. In diesem Artikel gibt unser Ambassador John Trenchard Unterstützung in der Entscheidungsfindung, denn das „richtige“ Seil hängt von vielen Faktoren ab.
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Mehrfach geflochtene Seile
Als ich mit dem Klettern anfing, war die Wahl der Seile einfach, da es nur ein Seil zur Auswahl gab. Es war ein mehrfach geflochtenes Seil, das in einer Farbe verfügbar und das man leicht mit einfachen Werkzeugen spleißen konnte. Es hat seine Aufgabe erfüllt, war aber sehr ineffizient und zudem anstrengend in der Handhabung. Heutzutage haben Kletterer eine riesige Auswahl an Produkten mit ausgefallenen Namen, coolen Farben und sehr ausgeklügelte Techniken, die die Arbeit am Baum um vieles erleichtern.
Bei so viel Auswahl ist es jedoch schwierig, das beste Seil für eine bestimmte Anwendung auszuwählen, denn es hängt von vielen Dingen ab, wie z. B. der Klettertechnik, der Art der Arbeit, die Sie verrichten, bis hin zu der Ausrüstung, die Sie zum Klettern verwenden.
Doppelgeflechte & Kernmantelseile
Im Gegensatz zu meinem ersten Seil bestehen moderne Baumpflegeseile aus einer Doppelgeflecht oder "Kernmantel" Konstruktion. Dabei ist das Innere des Seils, der Kern, mit einem äußeren Geflecht, dem Mantel, geschützt. Moderne Seile, haben also eine Ummantelung und einen Kern, die die Last je nach Anwendung und Konstruktion auf unterschiedliche Weise verteilen. Das Verständnis der verschiedenen Seiltypen hilft dem Kletterer, eine fundierte Entscheidung zu treffen, welches Seil für ihn das Beste ist.
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Doppelgeflecht
As climbing techniques have evolved climbers have started to use different types of friction hitches and incorporate pulleys in their systems to advance the rope or take slack in with one hand and also to place pulleys at the tie-in point to reduce friction.
With the addition of simple devices such as foot ascenders, this makes the climb easier with less strain on the arms and shoulders but to achieve this climbers needed a different type of rope that was firm and flexible but has less bounce.
24 strand rope - Tachyon & Fly
This led to the development of double braided ropes with a tighter braided cover and a woven core, both of which share the load equally.
Tachyon was one of the first ropes developed for arborists with a 24-strand cover and a woven core providing strength and stability, Tachyon actually has an additional inner core to help keep the diameter consistent in a loaded state which suited friction hitches. Double braided ropes in their construction have continued to evolve with climbing techniques to help provide climbers with the correct rope depending on their needs. By changing the core for example, as in Fly, from a woven core to parallel fibers you have a rope that is very tactile in your hands but has low elongation with minimal bounce, this benefits climbers using stationary rope techniques.
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Tachyon im Einsatz
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Fly im Einsatz
32-strängige Seile Xstatic & drenaLINE
Um für die Anwendung von mechanischen Vorrichtungen wie beispielsweise Fuß- und Kniesteigklemmen geeignet zu sein wurde ein dichterer Flechtmantel entwickelt. Dies ist für mechanische Tools mit Verzahnungen für das Einfachseil-Klettern nötig.
Xstatic und drenaLINE haben eine 32-stängige Ummantelung und einen parallelen Kern, um den Anforderungen mechanischer Geräte gerecht zu werden. Xstatic wurde mit speziell steifen Eigenschaften entwickelt. drenaLINE auf der anderen Seite ist viel flexibler und biegsamer und passt sich an den Kletterer an, die sowohl bewegliche als auch stationäre Seilmethoden anwenden.
Es gibt auch Kletterer, die es bevorzugen, den Baum mit einem speziellen Aufstiegsseil zu besteigen und dann auf ein anderes System zu wechseln, um den Baum zu bearbeiten. Der Vorteil dieser Seilarten ist, dass sie sehr dehnungsarm sind, was den Aufstieg sehr effizient macht. Für die Arbeit im Baum sind sie jedoch meist nicht so geeignet.
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Zertifizierung, Dehnung & Anwendung
Das Problem für einen Kletterer bei der Auswahl eines Seils ist, dass sie fast alle nach 1891 Typ A/ANSI Z133-2012 zertifiziert sind. Dafür ist es wichtig zu wissen, was das Kletterseil genau erfüllen muss um komfortabel zu sein. Die meisten Kletterseile sind so konstruiert, dass sie etwas Dehnung aufweisen. Das kann vor allem bei langen Aufstiegen etwas anstrengend sein, im Fall eines Sturzes ist sie für den Schutz des Kletterers aber extrem wichtig. Einige Seile, wie z. B. Tachyon, haben eine hohe Dehnbarkeit bei hohen Lasten, um die Stoßwirkung auf einen Kletterer im Falle eines Sturzes zu minimieren.
Seien Sie daher vorsichtig, wenn Sie an Seilen mit geringer Dehnung arbeiten.
Selbst mit Dehnung werden Kletterseile als statisch eingestuft. Sie sind so konstruiert, dass sie eine statische Last (den Kletterer) unter einem Anschlagpunkt halten. Sie sind nicht für dynamische (fallende) Belastungen ausgelegt, wie sie in einem Rigging-Szenario vorkommen. Der Unterschied zwischen Rigging- und Kletterseilen besteht darin, dass ein Riggingseil in seiner Konstruktion und Materialauswahl für dynamische Belastungen ausgelegt ist, ein Kletterseil hingegen nicht.
Wenn ein Kletterseil plötzlichen Dehnungen oder Stoßbelastungen ausgesetzt war, kann dies zum Versagen des Seils führen weshalb es dann als PSA (Persönliche Schutzausrüstung) ausgemustert werden sollte.
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Inspektion und Handhabung
Alle Kletterseile sollten vor dem Gebrauch auf Schnitte, Verglasungen (Hitzeschäden), Verunreinigungen, Abrieb, Steifheit und Durchmesserveränderungen überprüft werden. Bestehen Zweifel an der Sicherheit des Seils, sollte es an den Hersteller oder eine qualifizierte Person zur Überprüfung übergeben werden. Seile haben eine Haltbarkeit von 10 Jahren, aber eine auf 5 Jahre begrenzte Nutzungsdauer (für Details den Hersteller fragen). Seile müssen früher ausgemustert werden, wenn Mängel festgestellt werden.
Sand und Schmutz können ein Seil schwer beschädigen, indem sie den Kern der Kletterseile durchschneiden. Am besten bewahrt man Seile in einem Seilsack auf. Wenn sie nass werden, lässt man sie bei Raumtemperatur trocknen. Im Fall von starken Verschmutzungen, können sie gewaschen werden. Aber nicht mit normalem Waschmittel, da einige Sorten das Seil um bis zu 50% schwächen können, sondern mit Spezialwaschmittel. Teufelberger hat ein eigenes seilfreundliches Waschmittel - Scrubba - oder man wäscht das Seil einfach mit (höchstens 30° Celsius heißem) Wasser.
Mein Rat an einen Kollegen für die Wahl eines Seiles wäre folgender:
· Wähle ein Seil, das zum Kletterstil passt
· Kaufe eine helle, leuchtende Farbe
· Verwende einen Seilsack
· Wähle ein Seil aus, das zuverlässige Informationen hinsichtlich des Alters, der Rückverfolgbarkeit, der Länge, des Durchmessers etc. liefert
Ich würde empfehlen, immer zwei Seile in einer Klettertasche zu haben, eines für Doppelseiltechnik und eines für Einfachseiltechnik. Ideal wäre natürlich ein Seil, das man für beides benutzen kann. Ich benutze zum Beispiel ein 35m Fly und ein 45m drenaLINE.
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Wer ist John Trenchard?
· Über 20 Jahre Erfahrung in der Baumpflegeindustrie.
· Registrierter Ausbilder und Prüfer für NPTCKettensägenqualifikationen.
· Lehrtätigkeit am Bicton College
· Lantra-Prüfer
· Hauptschiedsrichter bei Wettbewerben des UK Chapter
Video über "Wie wähle ich als Anfänger das richtige Seil in der Baumpflege by Brick Reilly (Englisch)"
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