Red Bull Extreme Sailing am Podium
Das Red Bull Extreme Sailing Team segelte auf Tauwerk von FSE Robline am Finaltag der Multihull World Series vor Istanbul (TUR) auf den 3. Endrang. Auch ein Crash am Samstag, ein Materialschaden am Gennaker, eine Zeitstrafe und ein Frühstart im letzten Rennen konnten das Team der österreichischen Doppelolympiasieger Hagara/Steinacher nicht vom Siegerfoto verdrängen. Der Sieg ging an The Wave Muscat (Oman).
Vier Tage segelte Red Bull Extreme Sailing in der Weltklasse des Segelsports. „Seglerisch waren alle Zeichen auf Sieg gestellt. Wir haben alles richtig gemacht und bei Stark- als auch Leichtwind eine Top Performance geboten. Der Umstieg aufs Big-Boat ist erfolgreich. Wir haben hart gearbeitet“, freute sich Steuermann Roman Hagara und fügte zähneknirschend an: „Das Glück war nicht auf unserer Seite, die Schiedsrichter auch nicht und der Materialschaden am Gennaker darf nicht passieren.“
Über Nacht verhängte die Jury dem österreichischen Karbon-Katamaran eine Zeitstrafe, die Bullen durften im ersten Rennen erst 30 Sekunden nach dem Startsignal über die Linie. Trimmer Matt Adams (UK): „Wir konnten uns noch an den 5. Rang kämpfen, aber natürlich war das eine katastrophale Ausgangsposition.“ Hintergrund war ein Protest des britischen Teams GAC Pindar vom Vortag. Ein Sieg im zweiten Rennen war die passende Antwort. Die Ränge 4/6(Schaden am Gennaker)/5/6(Frühstart) folgten.
Roman Hagara und seine Crew segelten vor Istanbul zu acht Siegen und sechs weiteren Podestplätzen. Lagen an zwei von vier Renntagen in Führung. Am Ende sicherte sich The Wave Muscat (174 Punkte) den zweiten Saisonsieg. Groupe Edmond de Rothschild (169 Punkte) folgte am zweiten Rang mit 10 Punkten Vorsprung auf Red Bull Extreme Sailing.
In der Gesamtwertung der bestbesetzten Segelserie der Welt liegt Red Bull Extreme Sailing nach Rennen in Muscat (Oman), Qingdao (China) und Istanbul (Türkei) mit 24 Punkten am dritten Rang. The Wave Muscat (29 Punkte) führt vor Groupe Edmond de Rothschild (25 Punkte).
